Bund Deutscher Ärztinnen (BDÄ) wird in Berlin gegründet
Ziel ist die Vertretung der beruflichen und sozialen Interessen von Ärztinnen, aber von Anfang an auch die Bearbeitung von gesundheitspolitischen Frauenfragen, darunter Reform bzw. Abschaffung des § 218. Im ganzen Deutschen Reich gab es damals rund 2500 Ärztinnen.
Rasche Gleichschaltung
Bereits im April vollzieht der BDÄ die von den Nazis betriebene Gleichschaltung. Im Juni schließt er alle Kolleginnen mit jüdischer Herkunftsgeschichte aus.
Mitglieder des Weltärztinnenbundes (MWIA) unterstützen geflüchtete Kolleginnen
BDÄ wird vom Weltärztinnenbund ausgeschlossen
Auflösung des BDÄ
Eine Konsequenz aus der Reichsärzteordnung vom April 1936
Erste lokale Ärztinnengruppen formieren sich nach dem Zweiten Weltkrieg
Gründung des Deutschen Ärztinnenbundes in München
Eines der ersten Ziele ist es, die systematische Benachteiligung von Ärztinnen zu beseitigen, die eine Niederlassung als Kassenärztin fast unmöglich machte.
DÄB unterzeichnet das Genfer Gelöbnis des Weltärztebundes
Erster eigener DÄB-Kongress in Bad Pyrmont
Seither tritt der DÄB alle zwei Jahre mit einem Kongress hervor. Während der Corona-Pandemie fanden diese Veranstaltungen online statt.
Wiederaufnahme des DÄB in die MWIA
Dr. med. Helga Thieme wird als erste Deutsche zur MWIA-Präsidentin gewählt
Der DÄB richtet in Berlin erstmals den Internationalen MWIA-Kongress aus
Das Junge Forum im DÄB wird gegründet
Für Ärztinnen bis 40 Jahre
Ärztinnen aus den neuen Bundesländern werden
Mitglied im DÄB
Prof. Dr. med. Marion Kiechle wird die erste Ordinaria für Frauenheilkunde in Deutschland
DÄB-Kongress begründet die Gendermedizin in Deutschland
Unter dem Titel „Schlagen Frauenherzen anders?“ beginnt der mehrtägige Kongress des DÄB in Gießen und lenkt die Aufmerksamkeit auf dieses Thema, das die Medizin heute weltweit beeinflusst.
Prof. Dr. med. Doris Henne-Bruns wird die erste Ordinaria für Chirurgie in Deutschland
Das Forum 60 plus wird gegründet
Das Mentorinnen-Netzwerk startet
Prof. Dr. med. Marianne Schrader und Dr. med. Esther Gaertner schaffen mit diesem Programm zur Karriereförderung von Ärztinnen eines der ersten Mentoringangebote in der Medizin in Deutschland überhaupt.
Das Forum 40 plus wird gegründet
Erste Dokumentation „Medical Women on Top“ des DÄB
Der DÄB evaluiert mit der „Medical Women On Top“ (MWOT) den Frauenanteil in entscheidenden Führungspositionen der Universitätsmedizin in Deutschland. Die Evaluationsstudie steht in einer Reihe von zahlreichen weiteren Erhebungen des DÄB, welche die berufspolitische Debatte um die Chancengleichheit von Ärztinnen in Deutschland seit den 1960er-Jahren immer wieder prägen, weil sie Missstände greifbar machen. Jüngstes Thema, 2024, ist das Topsharing im ärztlichen Beruf.
Novelliertes Mutterschutzgesetz tritt in Kraft
Es war unter Mitwirkung des DÄB ausgearbeitet worden. Die Umsetzung im Sinne der berufstätigen Ärztinnen bereitet bis heute Schwierigkeiten: Das zu ändern ist eine Aufgabe für den DÄB.
Zusätzliche themenbezogene Säulen
Seit der DÄB-Gründung bilden die Regionalgruppen das Rückgrat. Im Lauf der Zeit kamen verschiedenartige Initiativen hinzu, etwa die Foren oder Zusammenschlüsse, die Projekte wie beispielsweise die Preise des DÄB organisieren. Der erste Ausschuss des DÄB, der Ethik-Ausschuss, arbeitet bereits seit 1999! Seit Anfang der 2020er-Jahre entstehen vermehrt Ausschüsse, um DÄB-Themen vertieft zu bearbeiten.
Der Weltärztinnenbund gründet die Senior-MWIA
Auf Initiative von Dr. med. Bettina von Gizycki-Nienhaus vom Forum 60 plus des DÄB entsteht diese internationale Vertretung für ältere Ärztinnen. Erste Vorsitzende der Senior-MWIA wird Dr. med. Renate Böhm, Mitglied im DÄB-Vorstand.
Die Zukunftsabende des Jungen Forums des DÄB starten
Für Medizinstudentinnen am Anfang ihrer Berufslaufbahn
